Donnerstag, 29. Juni 2017

Weil ich (k)ein Mädchen bin...

Aloha ihr Lieben,
ich steuere mit wunderbaren und großen Schritten auf die 30 zu.
Andere gruselt es, ja graut sogar davor und ich kanns ehrlich gesagt kaum erwarten.
Ich finde, dass 30 in schönes Alter ist, da man mitten im Leben steht, ein paar Lebensziele erreicht hat und einfach ein komplett neuer Lebensabschnitt beginnt. Drum erfreut es mich..ach was, es pisst mich so unglaublich an, dass man mich immer noch oder wieder (?) als Mädchen bezeichnet.
Wenn ich an ein Mädchen denke, habe ich ein Kind bis ca. 12-14 Jahren (ich bekomm jetzt bestimmt einen aufn Deckel, da die "Mädels" in diesem Alter ja schon sooo erwachsen und welterfahren sind) vor mir, das (im besten Falle) zur Schule geht und noch alles vor sich hat.
Letztens war ich mit Freunden auf einem 50er Jahre Festival und fläzte mich mit meinem, leider etwas in die Breite gegangenen Körper auf einen Stuhl. Vor uns saß eine Gruppe von vier Leuten, in die Jahre gegangene "Rockabillies" die das Szeneleben für ihre pure Glücksseeligkeit benötigen. Ich war gut gelaunt, ja wirklich richtig gut drauf...bis zu diesem Zeitpunkt.
Mein Kumpel war total begeistert von einem Auto, dass hinter der Gruppe von alternden "Rockabillies" aufheulte und wir waren natürlich auch neugierig.
Da drang auf einmal ein heller Klang an mein Ohr "Hey Günther, beweg Dich mal ein bisschen zur Seite, damit die Mädels sich das Auto ansehen können!"
In mir begann es zu brodeln, ich lief rot an und dachte mir nur...

Ich bin kein Mädchen!

Es ist ja putzig, wenn Ü30 Frauen von Mädelsabenden, Mädelsflohmärkten, Mädelssachen usw. faseln und jedem Tierchen sein Plesirchen, aber lasst MICH bitte mit dem Scheiß in Ruhe...!


Wenn erwachsene Frauen selbst als Mädchen, Mädels oder Mädelz bezeichnet werden wollen...okidoki, aber ich spiele da nicht mit :-)
Ich bin und sehe mich als Frau und möchte auch als diese bezeichnet werden.


Bist Du jetzt eine Hardcore Feministin?


Quatsch, auf keinen Fall. Ich bin einfach ich und möchte auch so wahrgenommen werden. Als eine starke, emanzipierte Frau und nicht als kleine Göre von nebenan. Man wird mit den Jahren (ja ich weiß, es ist nicht bei allen so) reifer, wie ein guter Wein und ich find, dass ich schon nahe an einer echt geilen Weinsorte dran bin ;-)


An alle superduper Frauen da draußen, seid was ihr sein wollt. egal ob Mädchen oder Frauen, aber einen Gedankengang ist es doch wert ;-)

Lets rock, Eure Jen

Samstag, 22. April 2017

Frauen ,die ich bewundere

Aloha ihr Lieben,
Dita von Teese, Ginger Rogers, Alice Schwarzer, Frida Kahlo...alles bedeutende Frauen unserer Gesellschaft und für viele von uns ein Vorbild.
In diesem Blogpost möchte ich Euch von einer dieser Frauen erzählen, die ich bewundere.


Mit zarten 23 Jahren, (ist das echt schon wieder 6 Jahre her?!) wurde ich auf ein fantastisches Magazin aufmerksam, dass von zwei deutschen Frauen mit den wohlklingenden Namen Micky und Sweetnesss in englischer Sprache unter dem großartigen Namen

Fräulein Wunder Magazin

herausgegeben wurde.
Meine absolute Lieblingsausgabe <3
links Sweetnesss rechts Micky

Bäm, was war ich verknallt in die beiden, die mich mit ihren hammer Texten und Fotos gerade zu in ihren Bann zogen. Ich bewunderte sie für ihren Mut, ein eigenes Magazin an den Mann und die Frau zu bringen. Damals dachte ich "ach wie geil, Du kannst sowas nie schaffen. Intressiert sich doch eh kein Schwein für die Dinge, die Du schreibst".
Ich weiß noch, wie nervös ich war, als ich die erste mail an Sweetness schrieb. Scheiße, was war ich aufgeregt und als ich sie dann noch 2011 das erste Mal beim Kustom Kulture in  Bottrop (ja, damals wars noch in Bottrop) war ich vollends begeistert.
Ich weiß noch, als mein Männe und ich über das Gelände schlenderten und schließlich am Stand vom Fräuleinwunder Magazin vorbei kamen. Da meinte er nur "Guck mal, da ist doch die Frau, die Du so toll findest" 
So ne schöne Frau kann man doch nur toll finden, oder?

Jau, da stand sie in einer Miltäruniform (Natalie, die stand Dir so unglaublich gut!) und ich war echt hin und wech. Unsicher wie ein kleines Schuldmädchen schlich ich zu ihr rüber, tippte sie ganz unverhohlen an (fiel mir ehrlich gesagt nicht so leicht, da sie dank der hohen Schuhe zwei Köppe größer war als ich) und fragte, ob wir nicht ein Foto machen könnten. Ich quatschte sie damit voll, das ich sie ja so toll finde und sie mein Vorbild ist (Achtung, Achtung, Fangirliealaram!)
Natalie war total freundlich, lieb, nahm sich Zeit für ein Foto und beantwortete mir alle Fragen die ich hatte. Nach diesem tag war ich der glücklichste Mensch der Welt.

Wie gesagt, dass war vor 6 Jahren. Mittlerweile freue ich mich jedes Mal, wenn wir uns auf Veranstaltungen sehen oder via Facebook "quatschen".
Drum liebe Natalie, ein großes Dankeschön für alles :-) Durch Dich bekam ich viele Inspirationen, Du hast Dir Zeit genommen, wenn ich Fragen hatte und nimmst sie Dir immer noch.
Durch Dich habe ich auch den Mut gehabt, einen Blog zu starten und schreibe voller Freude  seit einem Jahr  ich für ein Magazin, so wie Du und Micky damals.
Schade, dass es das Fräuleinwundermagazin nicht mehr gibt, aber ich halte meine Ausgaben in  ehren.
Auch unser erstes gemeinsame Foto hängt noch im Wohnzimmer und auch wenn ich da ausseh wie ein ungestylter Lurch, erinnere ich mich gerne an diesen Tag zurück.

Danke, das es Dich gibt!



Let´s rock, Eure Jen